Warum sind die Wartezeiten bei einer Psychotherapie so lange?
Lange Wartezeiten bei den Psychotherapeuten
sind auf eine Unterversorgung mit (durch die Krankenkasse) zugelassenen
Psychotherapeuten zurückzuführen, die in einigen Regionen
Deutschlands zu verzeichnen ist. Dieser nicht gedeckte Bedarf an
Psychotherapeuten und Therapieplätzen vor Ort ergibt führt
zu Wartelisten und letztlich langen Wartezeiten. Der Hauptgrund
ist darin zu suchen, dass in den vergangenen Jahren ein stark gestiegener
Bedarf an psychotherapeutischen Leistungen zu verzeichnen ist. Dies
resultiert zum einen dadurch dass psychologische Erkrankungen in
der heutigen Zeit eher erkannt werden, zum anderen hat die Scheu
zu einem Psychiater zu gehen abgenommen. Die Anzahl der zugewiesenen
Therapeuten in einer Region werden durch die so genannten Kassensitze
ermittelt, die aus Einwohnerzahl der Region errechnet werden. Die
Berechnungsgrundlage dieser Quote ist heute jedoch nicht mehr zeitgemäß
und deckt infolge nicht des realen Bedarfs. Während in Ostdeutschland
eine Vielzahl offener Sitze vorhanden ist, gehen der Bedarf und
die Therapeuten in Westdeutschland stark auseinander.
In den USA ist der Bedarf an Psychotherapeuten
flächendeckend besser als in Europa. Hier ist der Besuch eines
Psychiaters ein vollkommener Normalzustand. Ein positives Beispiel
für den Einsatz dieser Berufsgruppe ist bei der Deutschen Nationalmannschaft
festzustellen, die während der WM 2006 im eigenen Land ebenso
auf diese Leistungen, forciert durch den Beraterstab um Jürgen
Klinsmann, zurückgegriffen hat. Nicht nur Krankheiten können
ausgeräumt werden, sondern auch Leistungsziele schneller erreicht
werden bzw. Blockaden, die gerade bei hohem Erwartungsdruck entstehen
so besser in den Griff bekommen werden.