Abwehrtheorie
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Abwehrtheorie



Abwehrtheorie (Grundlagen der psychoanalytischen Theorie)

Eines der am besten erforschten und akzeptierten Teile der psychoanalytischen Theorie ist das Konzept der Abwehrmechanismen. Bei den Abwehrmechanismen wehren unbewusst ablaufende psychische Vorgänge die unlustvollen und angsterzeugenden Inhalte ab. Die Inhalte werden somit aus dem eigenen Bewusstsein ferngehalten, hauptsächlich diejenigen, die aus einem neurotischen Konflikt stammen.

Durch die Abwehrmechanismen können Gefühle und Affekte wie Schuldgefühl, Scham, Wut, seelischer Schmerz und die Angst auf die unterschiedlichste Weise unbewusst festgehalten werden. Der Organismus versucht mit Hilfe des Abwehrmechanismus den ursprünglichen Konflikt zu vermeiden, erreicht aber nur dessen Fixierung und Festigung. Es gibt unreifere und reifere Abwehrmechanismen. Abwehrmechanismen sind z.B. Verleugnungen, Projektion, Introjektion, Rationalisierung, Spaltungsvorgänge (z.B. traumatische Genese), Intellektualisieren, Identifikation als Abwehr, Affektualisieren, Affektisolierung, Ungeschehenmachen und Reaktionsbildungen, Verschiebung (bei Phobie), Verdrängung (Gedächtnislücken), Verlagerung (z.B. Wut). Die analytische Arbeit wird in Abwehrmechanismen, Abwehrmaßnahmen und Abwehrinhalten unterteilt. Das Wichtigste bei der psychoanalytischen Therapie ist das Verstehen der Abwehr des Patienten und auch das Arbeiten an der Abwehr.