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Traumatheorie (Grundlagen
der psychoanalytischen Theorie)
In der Frühphase der Psychoanalyse (bis 1897) ist Freud größtenteils
mit hysterischen Patientinnen mit unterschiedlichster Symptomatik
beschäftigt. Sexuelle Übergriffe in der Kindheit waren
oft Thema in seiner Praxis. Freud erkannte welche zentrale Stellung
Traumatisierungen in der Entstehung psychischer Erkrankungen haben.
Erst später erkannte er, dass auch andere Faktoren, wie innere
Konflikte, Ursache bei Neurosen sein können.
Traumatheorie ist ein Modell, das den
Schutzmechanismus der Persönlichkeit zerstört, da Erlebnisse
zu überwältigend und intensiv sind und somit eine psychische
Erkrankung hervorrufen.
Die Psychoanalytiker René A.
Spitz und Massud Khan sind Objektbeziehungstheoretisch orientiert.
Sie erkannten die Wichtigkeit der kumulativen Traumatisierungen
bzw. Mikrotraumatisierungen, die in einem unzureichenden Milieu
auftretenden wiederholten unzähligen Erschütterungen der
kindlichen Persönlichkeit.
Heinz Kohut arbeitete an den schrecklichen
Auswirkungen mangelnder Akzeptanz eines Kindes auf das noch in der
Entwicklung befindliche Selbst.
Psychoanalytiker, die Kinder von KZ-Überlebenden
behandelten, erkannten, dass stark traumatisierte Menschen ihr Trauma
in veränderter Form an die folgende Generation weitergaben
(transgenerationale Traumatisierung).
Schon Freud merkte, dass kleine Kinder,
die wegen Unreinlichkeit bestraft wurden, die schrecklichen Erfahrung
an ihre Puppen, jüngeren Geschwister und anderen wehrlosen
Kleintiere ausließen, oft bis zum Ende ihres Lebens.
In der Psychotraumatologie werden heute
traumatische Erfahrungen analysiert und behandelt und beinhaltet
psychoanalytische Theorien. Dahinter stehen Psychoanalytiker, wie
z.B. Gottfried Fischer.
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