Triebtheorie
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Triebtheorie



Triebtheorie (Grundlagen der psychoanalytischen Theorie)

Das Konfliktmodell ist eng mit der Triebtheorie verbunden. Dabei handelt es sich um innere Widersprüche unterschiedlicher Persönlichkeitsanteile oder auch der Person und der Umwelt, die eine Krankheit hervorrufen. Das Realitätsprinzip wird vom Ich vertreten und befindet sich zwischen den Trieb-Ansprüchen des Es und den moralischen Ansprüchen des Über-Ichs. Dies vervollständigt die traumatheoretische Überlegung, die eng mit den triebtheoretischen Überlegungen, dem Lustprinzip, verknüpft ist.

Ein Trieb ist ein Grundbedürfnis das angeboren und innerpsychisch ist, sowie sich selbst reproduziert. Den Trieb kann man zwar kurze Zeit hinauszögern, aber die Bedürfnisse nehmen immer stärker zu. Eine Ersatzbefriedigung ist nur bis zu einem bestimmten Grad durchführbar.

Der Trieb ist bestimmend durch Quelle, Drang, Ziel und Objekt. Die Quelle ist die physiologische Region, in der ein psychisch erlebter Reiz entsteht. Der Drang bezeichnet die imperative Qualität des Triebes. Ziel des Triebes ist ein Verhaltenskomplex, der den offensichtlichsten Bestandteil des Triebs zeigt. Das Objekt des Triebes ist variabel und nur wegen der Eigenschaft verbunden, die Befriedigung verschafft.

Am Anfang machte Freud eine Gegenüberstellung von Sexualtrieb und Ichtrieben. Die Libido (Sexualtrieb) verläuft laut Freud in Phasen. 1914 entstand der Unterschied zwischen narzisstischer Libido und Objekt-Libido. 1920 fordert Freud einen großen Antagonimus von Lebenstrieben und Todestrieben.

Dank der Objektbeziehungstheorie führte der Vorrang der Libidotheorie zur Erklärung allen menschlichen Verhaltens. Reale und phantasierte zwischenmenschliche Interaktionen wurden als eigenständiges Grundmotiv anerkannt. Fairbairn war einer der Pioniere auf diesem Gebiet.
Melanie Klein betonte u. a. die Uranfänglichkeit der Objektbeziehung. John Bowlby ist Begründer der Bindungstheorie. Margaret Mahler beschrieb die Entwicklung von der Symbiose zwischen Mutter und Baby. Wissenschaftler, wie Dr. Alex Rotmann, Dr. Dr. Alissa Schmitz und Dr. Prof. Andre Geueke arbeiten heute noch an der Triebtheorie. Joseph D. Lichtenberg hat eine Theorie der Motivationssysteme entwickelt und behauptet dass es fünf menschliche Grundbedürfnisse gibt, die eine endgültige Abkehr von der Triebtheorie ergeben: Regulation physiologischer Erfordernisse; Bindung; Exploration und Selbstbehauptung; aversiv zu reagieren; sinnliche Lust und sexuelle Erregung.