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Die Familientherapie setzt ganz auf die Interaktion
der Angehörigen angewiesen. Hier ist das Ziel eine Veränderung
innerhalb der Beziehungen untereinander herzustellen. Dadurch sollen
psychische Störungen bei einzelnen Mitgliedern des Familienbundes
oder auch Einzelpersonen behoben oder zumindest verbessert werden.
Der theoretische Ansatz der Familientherapie
unterstellt grundlegend ein soziales Gefüge der Familie. Man
versteht die Familie als "System", die aus einzelnen Familienmitgliedern
(Teile des Systems) besteht. Zwischen den Systemteilen entstehen
und wirken Kräfte, die maßgeblich das Verhalten und Erleben
der einzelnen Systemmitglieder beeinflussen.
So werden dann Störungen (Bsp.
Krankheiten) eines Familienmitglieds in der Therapie als ein Ausdruck
von gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen definiert. Das
gestörte Mitglied im System ist dann der so genannte "Symptomträger"
und nimmt das Symptom stellvertretend für die gesamte Familie
an und stabilisiert so wieder das System "Familie". Auf
diese Weise ist das so wichtige Gleichgewicht wiederhergestellt.
Die Familientherapie legt Verstrickungen
in dem System offen und versucht die doch sehr oft auftretenden
eingefahrenen Beziehungsmustern durch Veränderungen aufzulösen.
Welche praktischen Ansätze
werden bei der Therapie verwendet?
- Befragung der Anwesenden zum Problems
(in Gegenwart der Familie)
- Aufstellung der Familienhierarchie im Raum
- Kenntlichmachen von Beziehungsstrukturen
- Vergabe von Redezeit an die Familienmitglieder (Herstellung eines
Ausgleiches)
- Festlegung von Spielregeln
Störungsverursacher sind innerhalb
des Systems oftmals Schuld- und Schamverstrickungen, falsche Erwartungshaltungen
und Projektionen sowie Trauerblockaden. Diese Punkte sind durch
die Therapie zu bearbeiten und zu verbessern.
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