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Abgrenzen kann sich Flooding
von der systematischen Desensibilisierung und dem Habituationstraining
durch das massierte und schnelle Behandlungsschema. Flooding kann
in zwei Varianten durchgeführt werden, zum einen in der Vorstellung
(sog. Flooding in sensu) oder auch in der Realität (sog. Flooding
in vivo).
Ersteres wird auch als Implosionstherapie bezeichnet. Hier
werden sehr konzentrierte Vorstellungen mit genau den angstauslösenden
Situationen provoziert, die am stärksten präsent sind.
So werden Gefühle und Gedanken in höchster Intensität
ausgelöst und führen zu einem Angstreaktionsanstieg, der
in der Folge wieder zu einem spontanen Rückgang führt.
Mit Unterstützung des Therapeuten lernt der Patient so die
angstauslösenden Konfrontationen in seinem Alltag aufzusuchen
und mit hilfreichen Techniken zu bewältigen.
In der Realität mit "Flooding
in vivo" werden in therapeutischer Begleitung tatsächliche
Angstsituationen als Konfrontation gesucht. Auch hier ist es Ziel
die am stärksten vorherrschenden Reize beim Patienten herbeizuführen.
Der Patient soll die Erfahrung machen, dass es keine katastrophalen
Auswirkungen als Folge gibt. Im Gegensatz zur Implosionstherapie
werden auch Konfrontationen ohne eingeübte Bewältigungsstrategien
durchgeführt. Flooding führt zu einer massiven Belastung
des Patienten. Unabdingbar ist daher ein sehr vertrauensvolles Verhältnis
zwischen Patient und Therapeut. Sowohl Therapeut als auch Patient
müssen ausreichend über die Abläufe des Verfahrens
informiert sein. Hier natürlich muss vor allem die qualifizierte
fachliche Kompetenz des Therapeuten in Theorie und Praxis vorhanden
sein, damit ein therapieerfolg realisiert werden kann.
Für welche Einsatzgebiete ist
Flooding geeignet?
- Phobien
- Soziale Phobien
- Zwangsstörungen
- Bulimie
Für welche Patienten ist Flooding
nicht empfehlenswert?
Aufgrund massiver Belastungen während der Behandlung kann bei
vorliegenden körperlichen Krankheiten (Bsp. Herz-Kreislauf-System)
dieses Therapieverfahren nicht angewendet werden. Dies gilt auch
für Patienten mit psychotischen Phasen, da diese ggf. erneut
ausgelöst werden können.
Welche Erfolgschancen hat das Verfahren?
Langzeituntersuchungen haben positive Erfolgsquoten von 60-75% ergeben.
Vorteile des Flooding sind in der aktiven Patientenmitarbeit zu
sehen, die durch die Vermittlung von Bewältigungstechniken
für ihre Angstzustände begleitet werden.
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