Shaping bedeutet übersetzt zunächst Verhaltensausformung.
In der ausführlicheren Bezeichnung spricht man von einem zusammenhängendem,
dabei individuellem variablen Verfahren, das mehrere Schritte umfasst.
Shaping unterstellt dass die Krankheitsschilderung des Patienten
gerade am Anfang der Therapie übersteigert dargestellt ist
und auch zum Selbstmitleid tendiert. Aufgabe des Therapeuten ist
es daher, dass dieses Verhalten verhindert wird. An Stelle dieser
Eigenschaft soll er ein automatisiertes Verhalten lernen, das positive
Gedanken oder Entspannung beinhaltet. Durch das so genannte Kleinschrittlernen
schlüsselt das abzulehnende Verhalten auf in mehreren Stufen
wird versucht dieses ganz abzulegen. Grundlage ist jedoch dass der
Patient sein routiniertes Verhalten aufgibt und sein Verhalten ändert.
Somit wird Bequemlichkeit abgelegt und es findet eine Ablösung
der Routine statt. Beim Shaping handelt es sich um die Fortsetzung
des so genannten Chaining (Kettendurchbrechen). Dabei werden bei
schwierigen Verhaltensmustern einfache Anwendungen wie Entzugsschritte
häufig nicht reichen Daher wird das gesamte Verhalten in Einzelsequenzen
unterteilt (sog. Branching) und nachträglich zu dem neuen Verhaltensprogramm
wie ein Puzzle zusammengefügt. Mit Konfrontation wird die Selbstsicherheit
versucht wieder zu erlangen. Besondere Belastungssituationen werden
auch mit speziellen Verfahren entgegnet (Ausführen unangenehmer
Dinge!). Therapie begleitend wird das Verfahren immer wieder einer
Selbstkontrolle unterworfen. Ist die Therapie abgeschlossen finden
oftmals Ergänzungs- und/ oder Wiederholungssitzungen statt,
die dann der Auffrischung des
Erlernten dienen.