Stimuluskontrolle
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 Shaping Verhaltensausformung
 Stimuluskontrolle
 Stressmanagement
 Systematische Desensibilisierung
 Training Sozialer Kompetenz
 Token-System
 
 
 
 
 
 


Stimuluskontrolle



Eine der Methoden zur Strukturierung des Schlaf-Wach-Rhythmus wird unter anderem das Verfahren Stimuluskontrolle genannt. Im Vordergrund steht dabei das angewöhnte Schlafverhalten des Patienten. Wird Fernsehen, Essen oder Lesen über eine lange Zeit im Bett vorgenommen, so setzt der Körper das Bett nicht mit Schlaf in Verbindung, sondern mit Aktivität. Ein anderer Fall liegt vor, wenn regelmäßig negative Empfindungen im Bett vorherrschen, wenn sich der Patient dort ständig Sorgen macht. Die Stimuluskontroll-Technik sorgt dann wieder für ein angenehmes Schlafen im Bett.
Regeln für einen gesunden Schlaf:
Das Bett nur bei genügender Müdigkeit aufsuchen. Auf keinen Fall im Bett lesen, telefonieren oder fernsehen. Sobald der Patient im Bett ist, sollte das Licht ausgeschaltet werden. Ausnahmen bilden dabei nur positive sexuelle Aktivitäten. Stellt sich nach ca. 10 Minuten gefühlter Zeit kein Schlaf ein, so kann eine ruhige Beschäftigung in einem anderen Raum gesucht werden, bis die Schläfrigkeit einsetzt und erneut das Bett aufgesucht werden kann. Ist der Schlaf nach weiteren 10 Minuten nicht da, geht es wieder ins andere Zimmer. Die Wiederholung wird so lange durchgeführt, bis der Schlaf kommt. Die Aufstehzeit sollte immer identisch sein.
Die Therapie erfordert sehr viel Disziplin und Ausdauer. Anfangs stellt sich am Tag eine starke Müdigkeit beim Patienten ein. Es kommt zur Reizbarkeit und Unkonzentriertheit. Eine therapeutische Führung ist in dem Fall sehr wichtig. Bei zusätzlichen körperlichen oder psychischen/psychiatrischen Erkrankungen sollte wegen der erheblichen Nebenwirkungen auf jeden Fall vorab der behandelnde Arzt konsultiert werden. Nachteil der Methode ist auch die wiederholte nächtliche Aktivität. Sie verschiebt den natürlichen biologischen Rhythmus.

Trotz allem zählt die Methode zu den wirkungsvollsten verhaltenstherapeutischen Verfahren.